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Die private Zusatzversicherung wächst – und die Zahnzusatzversicherung profitiert von hohen Eigenanteilen bei Zahnersatz und einem zunehmend digitalen Vertrieb. Gleichzeitig steigen die Leistungsausgaben deutlich schneller als die Beitragseinnahmen.
Private Krankenzusatzversicherungen wachsen weiter. In Deutschland stieg die Zahl der Zusatzversicherungen 2024 um 4,0% auf 31,02 Millionen; die Gesamtzahl der Versicherungen in der privaten Kranken- und Pflegeversicherung lag bei 39,8 Millionen.
Ein zentraler Treiber ist die Finanzierungslücke bei Zahnersatz: Laut PKV-Verband müssen gesetzlich Versicherte in der Regelversorgung „bis 40%“ der Kosten selbst tragen; bei höherwertigen Lösungen steigt die Eigenbeteiligung. Entsprechend gross ist das Segment: Rund 17,8 Millionen Menschen hatten 2021 eine private Zahnzusatzversicherung.
Dazu kommt der digitale Abschluss. Der GDV meldet für 2024 einen Digitalanteil von 22% am Neugeschäft – definiert als Abschlüsse ohne menschliche Unterstützung, etwa über Website, Vergleichsportal oder App.
Die Wachstumsstory hat jedoch eine Kostenseite: 2024 stiegen die Versicherungsleistungen der PKV um 10,5% auf 39,4 Mrd. €, während die Beitragseinnahmen um 3,2% auf 50,2 Mrd. € zulegten.
Foto: Sora
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