Super Bowl 2026: Bad Bunny nutzt Halbzeitshow als globale Kultur-Botschaft

Bad Bunny trat als Headliner der Super Bowl LX Halftime Show auf – ohne direkte Gage. Die NFL bezahlt traditionell keine Auftrittsvergütung und übernimmt lediglich Produktions- und Reisekosten. Branchenanalysen zeigen jedoch, dass der wirtschaftliche Effekt solcher Auftritte regelmässig deutlich über klassischen Konzertgagen liegt.

Der Super Bowl erreicht global ein Publikum von über 100 Mio. Zuschauern. Diese Reichweite führt historisch zu massiven Streaming- und Verkaufsanstiegen. Vergleichbare Auftritte steigerten Musikverkäufe um bis zu 640 % und Streamingzahlen um mehr als 175 %. Marktanalysten erwarten, dass Bad Bunny allein in der ersten Woche nach der Show zusätzliche Marktwerte von über 3 Mio. US-$ generieren kann.

Für den Künstler erfolgt die Monetarisierung primär über Plattformumsätze, Markenkooperationen und Ticketverkäufe. Bad Bunny erzielte bereits 2025 Einnahmen von rund 66 Mio. US-$ und zählt zu den bestverdienenden Musikern weltweit. Frühere Tourneen generierten Ticketumsätze von mehr als 400 Mio. US-$, was seine Position im globalen Live-Entertainment-Markt stärkte.

Strategisch stärkt der Auftritt vor allem die Markenposition im internationalen Mainstream-Segment. Bad Bunny war der erste Solo-Headliner mit überwiegend spanischsprachiger Performance. Branchenexperten sehen darin eine Ausweitung der globalen Vermarktungsbasis, insbesondere in Nordamerika und Europa.

Die Halftime-Show fungiert damit weniger als kurzfristige Einnahmequelle, sondern als Plattform zur langfristigen Skalierung von Streaming-Erlösen, Tourgeschäft und Markenpartnerschaften. Für globale Pop-Acts gilt der Super Bowl zunehmend als Marketing-Asset mit nachhaltigem Umsatzpotenzial.

Foto: Apple Music Newsroom

Forbes Editors

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