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Das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos bietet eine zentrale Plattform für den Austausch zwischen führenden Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Als Wirtschaftsmagazin mit Präsenz in nahezu 50 Ländern nimmt Forbes regelmässig an diesem Forum teil. Am 20. Januar, dem zweiten Tag des WEF, veranstaltete Forbes Swiss ein Frühstücksevent zum Thema „Quantum Computing, Artificial Intelligence, and the Future of Everything".
Ab 9 Uhr trafen die geladenen Gäste im Hotel Waldhuus ein, um sich vor dem Start der Diskussion bei Croissants, Obstsalat und pikanten Frühstücksvariationen zu stärken. Eine halbe Stunde später eröffnete Forbes-Chefredakteur Klaus Fiala das Podium. Zu ihm gesellten sich Thomas Taroni, Mitgründer und Executive Chairman des KI- und Cloud-Dienstleisters Phoenix Technologies, der Vice President Corporate & Business Development von Celonis Marc Kinast, Isabel Poppek, Gründerin und CEO des Lieferkettenoptimierungs-Start-ups Alpas AI, und Michael Voegele, Chief Digital und Information Officer bei Philipp Morris International.
Die Diskutanten waren sich schnell einig darin, dass künstliche Intelligenz kein Allheilmittel ist. Vielmehr stellt sich die Frage, wie und mit welcher Absicht sie eingesetzt wird. „Nur weil du mit künstlicher Intelligenz über einen Hammer verfügst, ist nicht jedes Problem ein Nagel“, brachte es Kinast auf den Punkt. Auch Voegele betonte, dass die zunehmende Komplexität, die es mit sich bringt, wenn Unternehmen neue Technologien in ihre Prozesse integrieren, nicht unterschätzt werden darf. Damit sie tatsächlich vom Einsatz von KI profitieren, gilt es, die Prozesse neu auszugestalten. Celonis etwa setzt den Fokus auf genau diese Ebene, die in der Phase der Massenadaption unumgänglich ist, sagte Kinast.
Sofern das gelingt, werden europäische Unternehmen Use Cases im Bereich KI schaffen können, ist Poppek überzeugt. Die Gründerin sieht Technologien wie KI als Werkzeug für Organisationen, um auf geopolitische Entwicklungen zu reagieren. Datensouveränität gewinnt inmitten dieser an Bedeutung, pflichtete Taroni bei – und betonte: Diese Souveränität muss dort thematisiert werden, wo Daten entstehen. Dennoch sprach er von grossen Vorteilen, die es hätte, Systeme verschiedener Staaten interoperabler zu gestalten.
Eines zweifelte keiner der Podiumsgäste an: KI und Quantentechnologie ermöglichen und verstärken einander. Auch wenn Zweite deutlich komplexer ist, wie Poppek hervorstrich. Voegele benannte eine der grössten Herausforderungen: „Die Geschwindigkeit, mit der Unternehmen neue Technologien adaptieren, fällt hinter die Geschwindigkeit zurück, in der Innovation betrieben wird.“ Viele von ihnen haben Milliarden an Geldern investiert – bei denen sich erst zeigen wird, ob und wie diese in absehbarer Zeit zurück ins Unternehmen fliessen.
Auf die rund einstündige Diskussion folgte die Gelegenheit, bei Kaffee und Tee zu netzwerken. Anschliessend nahm ein Grossteil der Teilnehmenden die Einladung an, unweit des Waldhuus gemeinsam zu Mittag zu essen. Alle, die noch etwas tiefer in die Forbes-Welt eintauchen wollten, konnten bis 14:45 Uhr in das Pop-up-Quartier von Forbes Middle East weiterziehen. Dort wechselte Forbes-Swiss-Chefredakteur Fiala ausnahmsweise die Seite, indem er Mark Evans, Managing Director von Forbes Middle East, Rede und Antwort stand. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in beiden Regionen hinsichtlich Geschäftsumfeld, Wachstumschancen und Gründermentalität.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden, die zu den spannenden Gesprächen dieses Tages beigetragen haben!
Disclaimer: Das Event wurde von Forbes Swiss veranstaltet und von Philip Morris Schweiz unterstützt.
Fotos: Claudio Zingarello