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Das Spin-off der Fachhochschule Aachen will mit einem synthetischen Muskel, der sich wie ein Herz verhält, die Herz-Kreislauf-Medizin revolutionieren.
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96 kleine, menschliche Herzmuskeln in einem handflächengrossen, viereckigen Rahmen – so kann man sich die Errungenschaften des Spin-offs der Fachhochschule Aachen Innovitro vorstellen. Möglich macht dies die Verbindung von menschlichen Herzmuskelzellen aus Stammzellen mit einem biomimetischen Trägermaterial. Mit den so erzeugten Muskeln werden neue Wirkstoffe auf Wirkung und Nebenwirkung getestet. „Durch die starke Parallelisierung bei hoher Präzision (das bedeutet, dass 96 Muskeln gleichzeitig untersucht werden können, Anm.) können Wirkstoffe schneller und sicherer selektiert und neue Medikamente kostengünstiger entwickelt werden”, so die Gründer Matthias Gossmann (li.) und Peter Linder (re.).
Das Ziel des Spin-offs ist es somit, die Herzkreislaufmedizin voranzutreiben – ohne, dass im Rahmen der Medikamentenentwicklung Tierversuche notwendig sind. Der Markteintritt konnte durch die Partnerschaft mit Nanion Technologies (Hersteller von pharmakologischen Analyse-Systemen, Anm.) erfolgen. Zusammen entwickelte man ein passendes Analysegerät. Innovitro bleibt hierbei Hersteller der benötigten Verbrauchsmittel und kümmert sich selbst um den entsprechenden Vertrieb. Zudem wird die Technologie der Pharmaindustrie im Bereich der Forschung als Service angeboten. Für die Zukunft steht noch einiges an: so wollen die Gründer unter anderem neue Mitarbeiter einstellen. Und: „Durch Kompetenz, Transparenz und Verlässlichkeit soll ein enges Vertrauensverhältnis zum Kunden aufgebaut werden.“