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Matchmaking-Plattformen verbindet man eher mit Paarsuche als mit Industrieunternehmen. Doch das Spin-off Industry List will diese Nische besetzen.
Liebe auf den ersten Blick? Was es für manche nur in Hollywood-Filmen gibt, könnte dem Start-up Industry List viel Geld einbringen. Denn deren Plattform bringt Einkäufer und Entwickler aus dem produzierenden Gewerbe und Hersteller aus dem verarbeitenden Gewerbe auf einer Plattform zusammen. Diesen Juni wurde das im Mai 2018 gegründete Jungunternehmen in das Unibator-Programm der Goethe-Universität Frankfurt aufgenommen. Das Programm fördert das Unternehmen, gemeinsam mit dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, bei der Umsetzung dessen wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die webbasierte B2B-Hersteller-Suchplattform soll für Einkäufer und Entwickler sowohl Zeit als auch Kosten sparen. „Das wird durch innovative Web-Scraping-Algorithmen gewährleistet, welche die Datensammlung und -abgleichung erst möglich machen. Bevor die Herstellerprofile hochgeladen werden, wird ein weiterer Prozess zwischengeschaltet: ein Human-In-The-Loop-Ansatz (HTL). Dieser ermöglicht Herstellern, zusätzliche Leistungen einzupflegen und somit eine umfangreiche (Selbst-)Darstellung zu erreichen“, so die Gründer Patrick Biermann (Mi.), Jonathan Meier (li.) und Maik Schwarz (re.).
Einnahmen werden durch gebührenpflichtige Mitgliedschaften generiert. Im Laufe des kommenden Jahres soll die Metall-, Kunststoff- sowie Glashersteller-Branche aus der DACH-Region vollständig auf Industry List abgebildet sein. Anschliessend will sich das Unternehmen auch auf andere Sparten wie die Elektrotechnik- und Holzindustrie konzentrieren. Das langfristige Ziel: „Wir wollen die Koordination und Abbildung der gesamten Wertschöpfungskette ermöglichen. Von der Entwicklung, über die Fertigung, bis hin zur logistischen Abwicklung – und auf diese Weise eine erhebliche Effizienzsteigerung erzeugen.“ Ein Hebel könnte die Anwendung von Data Mining- und Machine Learning-Technologien werden, die die Plattform optimieren sollen.