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Das Spin-off entwickelt eine Plattform zur koordinierten Steuerung kleiner, dezentraler Stromerzeuger, damit auch diese zur Versorgungssicherheit beitragen können.
In der Energiewirtschaft zeichnet sich schon längst ein Paradigmenwechsel ab. Stichwort: Energiewende. Das könnte eine Blütezeit für Pioniere und Innovatoren bedeuten. So auch für Combined Hybrid Energy Systems (CHES), einem Spin-off der TU Dresden: dieses möchte insbesondere kleine, dezentrale Energieerzeuger in Zeiten der Transformation im Rahmen ihrer nachhaltigen Geschäftsmodelle unterstützen. Aber wie soll das funktionieren?
Mittels einer Mess- und Steuerungstechnik sowie intelligenter Software, die auf maschinellem Lernen basiert, sollen die stetig wachsende Zahl an kleinen Anlagen zur Energieerzeugung – wie beispielsweise Blockheizkraftwerke, Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen oder Brennstoffzellen – verbunden werden. Diese Anlagen könnten dann als sogenanntes Virtuelles Kraftwerk (dezentrale Erzeuger vereinigen ihre Kompetenzen via Softwarelösung zu einem zentralen Energieversorger, Anm.) das tun, was bisher lediglich den Grosskraftwerken vorbehalten war: die Versorgungssicherheit von Strom in der Bevölkerung zu gewährleisten. Auch die Eigentümer der Anlagen würden profitieren, so Jens Werner, Co-Gründer und Projektleiter von CHES (2. v. li.). Denn sie können ihre Anlage besser auslasten und so höhere Einkünfte erzielen. „Als Systemanbieter verstehen wir uns auch als Partner während des Betriebs und bieten unter anderem Energieberatungen und Systemanalysen an“, so der Co-Gründer. Die Lösung von CHES richtet sich primär an Energieversorger und Anlagenhersteller, welche neue Geschäftsfelder erschliessen müssen, um in der sich verändernden Energiewelt ihren Platz zu behalten beziehungsweise ihren Absatz zu steigern.
Aktuell arbeitet CHES bereits mit ersten Kunden in den Bereichen Support und Engineering zusammen. Im Frühjahr 2019 sollen die Produkte bei ersten Referenzkunden einsatzbereit sein. Und wer weiss, vielleicht gestaltet CHES ja in Zukunft tatsächlich die Energiewende ein Stück weit mit.