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Steigende Aktienmärkte und stabile Währungen treiben das Vermögen der reichsten Unternehmer Afrikas nach oben. Die 23 Milliardäre des Kontinents kommen zusammen auf 126,7 Mrd. US-$.
Das Vermögen der reichsten Menschen Afrikas wächst weiter deutlich. Die 23 Milliardäre des Kontinents verfügen zusammen über ein Vermögen von rund 126,7 Mrd. US-$ und sind damit 21 % reicher als im Jahr 2025. Insgesamt legten ihre Vermögen um 20,3 Mrd. US-$ zu, nachdem wichtige Aktienmärkte in Afrika gestiegen sind und sich mehrere regionale Währungen stabilisiert haben.
Reichster Afrikaner bleibt der nigerianische Unternehmer Aliko Dangote mit einem geschätzten Vermögen von 28,5 Mrd. US-$. Sein Vermögen wuchs um 4,6 Mrd. US-$, nachdem die Aktien seines Unternehmens Dangote Cement seit März um rund 69 % gestiegen sind. Das Unternehmen verdoppelte 2025 seinen Gewinn auf einen Rekordwert von eine Billion Naira. Dangote plant zudem, seine Ölraffinerie noch in diesem Jahr an die Börse zu bringen und hat kürzlich einen Vertrag über 400 Mio. US-$ mit einem chinesischen Maschinenbauer unterzeichnet, um die Kapazität der Raffinerie bis 2029 zu verdoppeln.
Den grössten Vermögenszuwachs verzeichnete der nigerianische Unternehmer Abdulsamad Rabiu. Sein Vermögen stieg um 120 % beziehungsweise 6,1 Mrd. US-$ auf 11,2 Mrd. US-$. Er ist damit der drittreichste Mensch Afrikas hinter dem südafrikanischen Unternehmer Johann Rupert mit 16,1 Mrd. US-$. Treiber war vor allem der starke Kursanstieg von BUA Cement, dessen Aktien um 135 % zulegten und damit deutlich stärker stiegen als der nigerianische Aktienmarkt.
Auch Michiel Le Roux, Gründer der Capitec Bank, gehört zu den Gewinnern. Die Aktie der südafrikanischen Bank stieg um 57 %. Der einzige Milliardär ohne Vermögensveränderung war der ägyptische Investor Nassef Sawiris mit 9,6 Mrd. US-$. Er hält unter anderem Anteile am Premier-League-Klub Aston Villa sowie rund 6 % am Sportartikelhersteller Adidas.
Nur vier der 23 Milliardäre sind ärmer als im Vorjahr. Dazu gehört der marokkanische Immobilienunternehmer Anas Sefrioui, dessen Vermögen um 300 Mio. US-$ sank, nachdem die Aktie seines Unternehmens Group Addoha um mehr als 30 % gefallen ist. Auch der nigerianische Unternehmer Femi Otedola verlor rund 200 Mio. US-$, nachdem er einen Grossteil seiner Beteiligung an Geregu Power verkauft hatte. Beide gelten mit jeweils 1,3 Mrd. US-$ als die „ärmsten“ Milliardäre der Liste.
Insgesamt sind 14 der 23 Milliardäre Selfmade-Unternehmer. Frauen sind auf der Liste nicht vertreten und bis auf einen sind alle über 60 Jahre alt. Die meisten Milliardäre leben in Südafrika (7), gefolgt von Ägypten (5), Nigeria (4) und Marokko (3).
Die Liste berücksichtigt afrikanische Staatsbürger, die in Afrika leben oder dort ihre wichtigsten Geschäfte betreiben. Nicht enthalten sind daher unter anderem Mo Ibrahim, Nathan Kirsh oder Paul Van Zuydam. Ebenfalls ausgeschlossen sind in Afrika geborene Unternehmer, die im Ausland tätig sind, darunter Ivan Glasenberg, Clive Calder und Elon Musk. Die Vermögenswerte basieren auf Aktienkursen und Wechselkursen vom 1. März 2026.
Text: GIGI ZAMORA
Fotos: Wikimedia Commons