Trumps Medienbeteiligung verliert 40 Mio. US-$, übertrifft jedoch den Markt trotz Zollplänen

Donald Trump hat in den vergangenen Tagen mit einer drastischen Zollankündigung für weltweite Marktbewegungen gesorgt.

Am Donnerstag, nach der Bekanntgabe seiner neuen Zölle von 10 bis 54 % auf Importe aus mehr als 180 Ländern, erlebte der globale Markt einen deutlichen Einbruch. Die Märkte weltweit reagierten negativ: Der Dow Jones Industrial Average fiel um 3,98 %, der S&P 500 sank um 4,84 % und der Nasdaq Composite Index verlor 5,97 %. Doch Trump kam mit seiner Medienbeteiligung trotzdem relativ gut davon.

Die Aktien von Trump Media & Technology Group, der Muttergesellschaft von Truth Social, fielen nach der Zollankündigung um 1,87 %, was einem Verlust von etwa 40,2 Mio. US-$ für Trump entspricht. Dieser Verlust ist beachtlich, aber deutlich geringer als der Rückschlag von 300 Mio. US-$, den Trump im Mai 2024 nach seiner Verurteilung wegen Fälschung von Aufzeichnungen erlebte.

Trotz des Rückgangs bei Trump Media war der Verlust im Vergleich zu anderen Milliardären moderat. Mark Zuckerberg, Jeff Bezos und Elon Musk erlitten grössere Einbussen an diesem Tag, da die Märkte auf die Wirtschaftspolitik von Trump reagierten. Trump, der rund die Hälfte seines geschätzten Vermögens durch seine Beteiligung an Trump Media hält, hat sein Unternehmen über einen widerrufbaren Trust strukturiert, wobei er sowohl der alleinige Begünstigte als auch der alleinige Stifter ist.

Während Trump in seinen Social-Media-Postings von einem "Goldenen Zeitalter Amerikas" spricht, das durch die Zölle eingeleitet werden soll, betonte ein Sprecher des Weissen Hauses, dass es für amerikanische Unternehmen und Arbeiter keine negativen wirtschaftlichen Auswirkungen geben werde. Jobs würden zurück nach Amerika kommen. Die Frage, wie Investoren von Trump Media auf die Zolllage reagieren werden, bleibt jedoch abzuwarten.

Trump Media, das von Experten mit einer Marktbewertung von rund 4,06 Mrd. US-$ eingeschätzt wird, besitzt einen beträchtlichen Teil dieser Summe. Trumps persönlicher Anteil macht dabei mehr als die Hälfte dieser Gesamtbewertung aus. Auch wenn die Aktien am Donnerstag im Minus schlossen, erreichten sie kurzzeitig einen Höchststand von 19,11 US-$ pro Aktie.

Das Unternehmen hat zudem Medienberichten widersprochen, die andeuteten, dass Trump möglicherweise seine Beteiligung verkaufen wolle, und sprach von "diffamierenden" Behauptungen. Trotzdem gelang es Trump Media, sich im Tagesverlauf leicht zu erholen, was zeigt, dass die Marktreaktionen komplexer sind als zunächst vermutet.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die weitere Entwicklung von Trumps Medienunternehmen und die langfristigen Auswirkungen seiner wirtschaftlichen Politik auf seine Investoren und seine eigene Vermögenslage auswirken werden.

Text: Zach Everson
Foto: Sharon Yanai

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