Schlaf wird zum Milliardenmarkt: Wie Matratzen, Wearables und Wellness ein wachsendes Geschäft schaffen

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Schlaf ist längst mehr als Erholung – rund um die nächtlichen Stunden ist ein Milliardenmarkt entstanden. Allein der europäische Matratzenmarkt wird 2026 auf rund 11,6 Mrd. US-$ geschätzt. Bis 2031 könnte das Marktvolumen auf rund 13,3 Mrd. US-$ steigen.

Dabei geht es längst nicht mehr nur um die klassische Matratze. Topper, ergonomische Kissen, hochwertige Bettwaren und Produkte zur Temperaturregulierung erweitern das Angebot. Gleichzeitig setzen viele Hersteller auf Premiumisierung: bessere Materialien, individuellere Produkte und höhere Preispunkte sollen aus einem lange Zeit funktionalen Produkt ein Lifestyle- und Gesundheitsprodukt machen.

Parallel dazu wächst ein zweiter Markt: Schlaf wird zunehmend vermessen. Smartwatches, Ringe und andere Wearables erfassen Schlafdauer, Herzfrequenz, nächtliche Bewegungen oder unterschiedliche Schlafphasen. Der weltweite Markt für Schlaftracker wird 2026 auf rund 7,7 Mrd. US-$ geschätzt. Bis 2034 könnte er auf rund 25 Mrd. US-$ wachsen. Allein für Europa wird 2026 ein Marktvolumen von rund 2,2 Mrd. US-$ erwartet.

Hinter dieser Entwicklung steht ein grundlegender Wandel im Konsumverhalten. Schlaf wird stärker mit Gesundheit, Regeneration, Konzentration und Leistungsfähigkeit verbunden. Wer Ernährung, Fitness und Bewegung optimiert, richtet den Blick zunehmend auch auf die Stunden im Bett. Damit wird Schlaf Teil eines grösseren Wellness- und Selfcare-Marktes.

Auch wirtschaftlich verändert das die Branche. Neben traditionellen Herstellern treten Technologieunternehmen, Direktvertriebsmarken und Anbieter digitaler Gesundheitsprodukte in den Markt. E-Commerce ermöglicht es neuen Marken, Matratzen oder Schlafprodukte ohne klassisches Filialnetz zu verkaufen, während Daten und Apps zusätzliche Geschäftsmodelle schaffen.

Aus einem vergleichsweise traditionellen Geschäft rund um Matratzen und Bettwaren entsteht damit eine breitere Schlafökonomie. Möbel, Technologie, Daten, Gesundheit und Wellness wachsen zunehmend zusammen – und Unternehmen konkurrieren um einen Bereich, in dem Menschen rund ein Drittel ihres Lebens verbringen.

Schlaf wird damit nicht nur zur Frage der Erholung, sondern zunehmend auch zu einem Geschäftsfeld mit Milliardenpotenzial.

Foto: Priscilla Du Preez

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