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Vom 8. bis 10. Juli 2026 traf sich die internationale Tech-Community beim WeAreDevelopers World Congress im CityCube Berlin. Über 15.000 Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern sowie rund 500 Speaker und 8.000 Unternehmen kamen zusammen, um drei Tage lang über Software-Entwicklung, KI und die Zukunft der Branche zu diskutieren. Wer genau hinsah, dem begegnete Forbes gleich mehrmals: als Listmaker im Gründungsteam, bei den vertretenen Unternehmen und moderierend auf der Bühne.
Die Stargäste der weltweit grössten jährlichen Entwicklerkonferenz waren unter anderem Amazon-CTO Werner Vogels, NVIDIA-CTO Michael Kagan und der frühere GitHub-CEO Thomas Dohmke, der heute das Start-up Entire führt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der produktive Einsatz von Machine Learning und skalierbare KI-Systeme, aber auch Methoden und Tools für Plattform-Engineering und neue Ansätze für Cybersecurity und Datenschutz. Forbes hat sich zu diesem Anlass in Berlin umgesehen und ist auf einige vertraute Gesichter gestossen.
So stand etwa Ramin Hasani auf der Bühne, dessen Werdegang in der aktuellen Ausgabe von Forbes Austria nachzulesen ist. Der aus dem Iran stammende und in Österreich aufgewachsene Forscher ist CEO und Mitgründer von Liquid AI, einem Boston-Spin-off des MIT, das auf ressourcenschonende KI-Modelle setzt. Auf dem Kongress sprach er über die nächste Generation von KI-Systemen – ein Thema, das er in unterschiedlichen Formaten auch international vertritt, etwa kürzlich beim Schwesterkongress in San José.
Ein weiteres bekanntes Gesicht war Fabian Hedin, Mitgründer und CTO des schwedischen KI-Start-ups Lovable. Er gab unter dem Titel „Under the Hood of Building on Lovable“ Einblicke in die Technik hinter der Plattform, mit der sich Software allein durch Spracheingabe bauen lässt. Hedin steht gemeinsam mit Mitgründer Anton Osika auf der europäischen Under-30-Liste von Forbes US. Seit die beiden mit Lovable innerhalb weniger Monate auf eine Bewertung von 6,6 Mrd. US-$ (5,8 Mrd. €) kamen, sind sie ausserdem auf der „Billionaires List” von Forbes vertreten.
Auch aus Berlin selbst kam ein Unternehmen mit Forbes-Bezug: Almedia, das AdTech-Start-up hinter der Rewarded-Plattform Freecash, war mit einem eigenen Auftritt vor Ort. Gegründet wurde Almedia 2020 von Moritz Holländer – ganz ohne Investorenkapital, dafür mit einem Wachstumstempo, das dem Unternehmen zuletzt Platz drei im FT1000-Ranking der am schnellsten wachsenden Firmen Europas einbrachte. Das brachte Holländer ebenfalls einen Platz auf der Forbes-30-Under-30-Liste Europa ein, 2026 in der Kategorie Media & Marketing.
Forbes war beim Kongress aber nicht nur als Beobachter vertreten. Auf der Tech Leaders Stage moderierte Chefredakteur Klaus Fiala ein Panel zum Thema „The New Financial Stack: AI, Agents and Trust”. Gemeinsam mit Daniele Tonnella (CTO von ING), Peter Bakenecker (President Central Europe at Mastercard) und Annabella Bassler (Group CFO von Ringier) ging Fiala der Frage auf den Grund, wie sich die Finanzindustrie verändert und wie viel Vertrauen notwendig ist, damit sie technologische Neuerungen übernimmt.
Später leitete auch die Stellvertretende Chefredakteurin von Forbes Austria, Ines Erker, ein Bühnengespräch mit dem Titel „When AI Runs the Business: The Reality of Enterprise-Wide Automation“. Mit dabei: Michael Ameling, Präsident der SAP Business Technology Platform, und Axel Schell, CTO von Allianz Technology. Im Zentrum stand die Frage, wie weit Unternehmen heute schon bereit sind, operative Entscheidungen und ganze Prozessketten an autonome KI-Systeme zu übergeben – und was das für die Menschen bedeutet, die diese Systeme bauen und betreiben.
Zum Abschluss noch ein Blick zurück: Ben Ruschin, einer der Mitgründer von WeAreDevelopers, stand selbst schon auf der Under-30-Liste von Forbes Austria. Gemeinsam mit Sead Ahmetovic und Thomas Pamminger hat er das Unternehmen 2017 aus Wien heraus gestartet – heute ist der Kongress, den die drei damals aufgebaut haben, die grösste Entwicklerkonferenz der Welt.
Fotos: WeAreDevelopers