Forbes 30 Under 30: Wie Josh Kushner sein Vermögen verdreifachte

Josh Kushner bei der Met Gala 2026

Mit Thrive Capital setzte Josh Kushner früh auf Unternehmen wie Instagram, Spotify und OpenAI. Der Investor, der auf der Forbes 30 Under 30 US-Liste stand, treibt inzwischen auch Pläne im Sport voran – und steht vor einem möglichen Milliardengeschäft mit den Los Angeles Lakers.

Josh Kushner investierte mit seiner Beteiligungsgesellschaft Thrive Capital früh in Instagram, Spotify und OpenAI. Im August 2026 schätzten wir das Vermögen des Investors auf 16,7 Mrd. US-$ – ein Grossteil davon entfiel auf seine Beteiligung an Thrive. Ein Jahr zuvor hatte unsere Schätzung noch bei 5,2 Mrd. US-$ gelegen.

Kushner gründete Thrive Capital 2009 im Alter von 24 Jahren mit einem ersten Fonds über 5 Mio. US-$. Der Aufbau brachte ihm einen Platz auf der ersten Forbes 30 Under 30 US-Liste ein. Anfang 2026 legte die Gesellschaft ihren zehnten Fonds mit einem Volumen von 10 Mrd. US-$ auf.

Auch die verwalteten Vermögenswerte wuchsen: Ende 2024 lagen sie bei 23 Mrd. US-$, im Juli 2026 bei 50 Mrd. US-$. Im August erreichten sie 65 Mrd. US-$. Besonders Beteiligungen an SpaceX und dem KI-Coding-Unternehmen Cursor trugen zum Anstieg bei.

Nach dem Börsengang von SpaceX im Juni stieg der Wert der Thrive-Beteiligung an dem Raumfahrtunternehmen auf 10 Mrd. US-$. Die siebenprozentige Beteiligung an Cursor war nach dessen Übernahme durch SpaceX für 60 Mrd. US-$ rechnerisch 4,2 Mrd. US-$ wert. Das Geschäft wurde im August 2026 abgeschlossen.

Von Tech-Investments zum Sport
Kushner ist mit dem Model Karlie Kloss verheiratet. Sein Bruder Jared gründete die Investmentgesellschaft Affinity Partners und ist der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump. Im August 2026 schätzten wir Jared Kushners Vermögen auf 1 Mrd. US-$ und jenes von Trump auf 7 Mrd. US-$.

Nach seinen Investments in Technologieunternehmen richtete der Thrive-Gründer den Blick auch auf den Sport. Im Sommer 2026 versuchte er, sich an einer Tochtergesellschaft der Fussballorganisation Fifa zu beteiligen. Das Vorhaben sah vor, privaten Investoren 20 % an einer neuen Einheit für kommerzielle Rechte und Veranstaltungen zu überlassen. Nach heftiger Kritik wurde der Plan aufgegeben.

Wenige Tage vor Abschluss der Cursor-Übernahme vereinbarten Kushner und der frühere Disney-Chef Bob Iger den Kauf der Los Angeles Lakers. Das Basketballteam wurde dabei mit 12,5 Mrd. US-$ bewertet. Ende August war die Transaktion noch offen. Umstritten war unter anderem, wie viel des Vereins tatsächlich zum Verkauf stand.

Sollte der Kauf zustande kommen, müsste sich Kushner von seiner Beteiligung am NBA-Team Miami Heat trennen. Deren Wert schätzten wir auf 80 Mio. US-$. Der Anteil an den Lakers, den sich die beiden Käufer teilen würden, wurde auf 10,4 Mrd. US-$ geschätzt.

Auf X schrieb der Investor: «Was, wenn alles gut geht?»

Text: Alexandra York und Zoya Hasan
Foto: SWinxy / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (Ausschnitt)

Dieser Artikel erschien am 28. August 2026 auf Forbes.com.

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