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Steigende Energiepreise, geopolitische Spannungen und wachsende Unsicherheit: Finanzfragen sind heute enger mit dem Weltgeschehen verknüpft denn je. In ihrer neuen Rolle als Deputy CEO & Chief Business Development Officer spricht Aurelia Frick darüber, warum Einordnung, Vertrauen und persönliche Beratung in diesem Umfeld an Bedeutung gewinnen – und wie die smzh ag als Finanzdienstleister darauf antwortet.
Aurelia Frick blüht dann auf, wenn’s komplex wird. «Ich mag es, wenn Dinge anspruchsvoll und Lösungen und Struktur gefragt sind», eröffnet sie das Gespräch. Dass sie bei der smzh ag in einer Phase des starken Wachstums als Deputy CEO & Chief Business Development Officer nun mehr Verantwortung übernimmt, passt deshalb gut zu ihr: «Wachstum bringt immer Herausforderungen mit sich, aber genau darin fühle ich mich wohl. Ich mag es, wenn viel in Bewegung ist, wenn man gestalten kann und mit spannenden Menschen zusammenarbeitet.»
Als unabhängiger Finanzdienstleister verfolgt smzh den Anspruch, hochwertige Beratung nicht vom Vermögen abhängig zu machen. Das Unternehmen begleitet Berufseinsteiger ebenso wie vermögende Privatpersonen und deckt von Versicherungsfragen über Vorsorge und Hypotheken bis hin zu komplexeren Vermögens- und Lebenssituationen ein breites Spektrum an Finanzthemen ab. Es verfolgt damit einen ganzheitlichen Beratungsansatz, der sich an modernen Family-Office-Strukturen orientiert und hochwertige Finanzberatung für eine breite Zielgruppe zugänglich macht. «Was mich persönlich an dem Unternehmen reizt, ist die Idee, dass eigentlich jede und jeder Zugang zu qualitativ hochwertiger Finanzberatung haben sollte, unabhängig vom Vermögen. Das ist genau der Kern: Jeder – unabhängig vom Vermögen; nicht nur sehr wohlhabende Kunden, sondern auch Menschen mit alltäglichen finanziellen Fragestellungen», erzählt Frick begeistert.
Geopolitik ist ein Marktrisiko.
Aurelia Frick
Frick begleitet das Unternehmen bereits seit 2023. In ihre neue Rolle habe sie sich gut eingefunden: Sie kenne viele Themen bereits, sei ihnen stets nah gewesen. «Jetzt zusätzliche Verantwortung zu übernehmen, noch tiefer in Themen einzutauchen und mehr Zeit dafür zu haben, macht mir total Spass.» Ihr Fokus liegt darauf, die Marke smzh strategisch weiter zu stärken und das Unternehmen nachhaltig als führenden unabhängigen Finanzdienstleister in der Schweiz zu positionieren. Damit dockt sie am bisherigen Wachstumsschub an: In den letzten drei Jahren hat sich smzh dynamisch weiterentwickelt, von rund 150 auf über 200 Mitarbeitende sowie von etwa 10.000 auf über 18.000 Kunden. Gleichzeitig hat das Unternehmen seine Präsenz ausgebaut und ist heute an 13 Standorten in der Deutschschweiz vertreten. Zudem wurden Strukturen geschärft, Prozesse weiterentwickelt und digitale Kundenerlebnisse stärker ins Zentrum gerückt. Letzteres demonstriert smzh vor allem durch smzh prisma: Die digitale Plattform ist ein zentrales Cockpit für das persönliche Finanzleben, das Transparenz schafft und sämtliche finanziellen Informationen jederzeit zugänglich macht. Kunden können dort Unterlagen wie etwa Versicherungspolicen, Steuererklärungen, Vorsorgeausweise, Hypothekenunterlagen oder Verträge strukturiert und nachvollziehbar an einem Ort ablegen und abrufen. Auch die direkte Interaktion mit dem Berater ist darüber möglich.
Denn der Gedanke dahinter ist nicht, die persönliche Beratung abzulösen, sondern sie digital zu ergänzen und besser zu vernetzen. «Gerade bei Finanzfragen bleibt das persönliche Gespräch zentral», so Frick. Technologie könne unterstützen, Informationen bündeln und Prozesse vereinfachen – ersetzen könne sie das Vertrauensverhältnis jedoch nicht. «Das Ziel ist, dass sich unsere Berater auf das Gespräch konzentrieren können – also auf das, was wirklich zählt: Vertrauen aufbauen, die Situation verstehen, gute Fragen stellen. Damit das Gegenüber merkt: Da ist jemand, der mich wirklich verstehen will.« In einer Weltlage, die immer komplexer wird und Auswirkungen auf sämtliche Lebenslagen hat, sei dieser Ansatz zentral.
Geopolitische Spannungen werden längst nicht mehr nur als aussenpolitische Kulisse wahrgenommen. Der Krieg in der Ukraine, fragile Lieferketten, Rohstoffabhängigkeiten oder die Spannungen zwischen China und den USA wirken bis in private Finanzentscheidungen hinein. Was lang wie ein Thema für Regierungen, Zentralbanken und Grossunternehmen wirkte, ist heute Teil der wirtschaftlichen Realität und damit auch Teil der Fragen, die Menschen an ihre finanzielle Zukunft stellen müssen. «Sparen und Investieren haben heute viel weniger nur mit Absicherung zu tun, sondern auch mit einem globalen Verständnis», sagt Frick. Märkte würden heute nicht mehr nur von klassischen Kennzahlen geprägt, sondern immer stärker auch von Konflikten, Sanktionen, Wahlen oder regulatorischen Eingriffen. Was früher wie Hintergrundrauschen wirkte, ist ins Zentrum gerückt; oder wie Frick es ausdrückt: «Geopolitik ist ein Marktrisiko geworden.»
Gerade mit diesem Thema kennt sie sich gut aus: Die Rechtsanwältin wurde mit Mitte 30 Aussen-, Justiz- und Kulturministerin in Liechtenstein, bevor sie bei der smzh als Strategic Advisor und Teil der erweiterten Geschäftsleitung einstieg. Wenn sie von geopolitischen Zusammenhängen spricht, leuchten ihre Augen. Umso wichtiger ist für sie, diese auch bei der Finanzberatung zu adressieren. Dabei spielt es für Frick keine Rolle, ob jemand bereits ein grösseres Vermögen aufgebaut hat oder erst beginnt, sich mit finanzieller Vorsorge auseinanderzusetzen. Für die Beratung bei smzh bedeutet das vor allem eines: Sie muss komplexe Entwicklungen in den persönlichen Kontext übersetzen. Was bedeuten steigende Energiepreise, geopolitische Verschiebungen oder Rohstoffabhängigkeiten für die eigene Situation? Wo will man investiert sein und wo bewusst nicht? Gerade in einem unsicheren Umfeld brauche es «ein Gegenüber, mit dem man Risiken besprechen und einordnen kann».
Was früher oft abstrakt wirkte, schlägt heute auf den Alltag durch. Die Jahresteuerung in der Schweiz lag im März 2026 zwar bei vergleichsweise moderaten 0,3 Prozent, doch gerade bei alltäglichen Ausgaben sind Preisbewegungen besonders spürbar: Zu den Treibern des jüngsten monatlichen Anstiegs zählten laut Bundesamt für Statistik unter anderem höhere Preise für Heizöl, Benzin und Diesel. Was auf dem Papier nach kleinen Verschiebungen aussieht, verändert im Alltag das Sicherheitsgefühl vieler Menschen – an der Tankstelle, beim Einkaufen, bei den Wohnkosten.
Dass sich diese Wahrnehmung verbreitet hat, zeigt auch die SRG-Studie «Wie geht’s, Schweiz?». Zwar ist die grosse Mehrheit mit dem eigenen Leben zufrieden; zugleich blickt die Bevölkerung spürbar skeptischer nach vorn: Sorgen bezüglich Krieg und Sicherheit haben an Gewicht gewonnen, und mehr als 70 Prozent sind überzeugt, dass die Zeit eines unbeschwerten Lebens vorbei ist.
Dadurch hat sich auch das Verhalten vieler Kunden verändert – finanzielle Fragen werden heute bewusster gestellt. «Viele merken: Nicht zu investieren und nichts zu machen ist eben auch ein Risiko», sagt Frick. Die frühere Gewissheit, dass Geld auf dem Konto automatisch Sicherheit bedeutet, trage weniger denn je. An ihre Stelle trete zunehmend das Bewusstsein, dass auch Nichtstun Konsequenzen hat.
Mit dieser neuen Sensibilität für Risiken verschieben sich auch die Themen, die in der Beratung wichtiger werden. Unter dem Eindruck geopolitischer Unsicherheiten hätten sich die Prioritäten verändert: «Stabilität und Verlässlichkeit sind stärker ins Zentrum gerückt» – Themen, die den Kern der Beratungskompetenz von smzh ausmachen: Orientierung zu geben in einer Zeit, in der finanzielle Entscheidungen enger mit Weltgeschehen, Lebensplanung und persönlichem Sicherheitsgefühl verknüpft sind als je zuvor. Und diese Verbindung aus Verantwortung, Dynamik und Bedeutung ist es, die Frick an ihrer neuen Aufgabe so reizt. Unternehmerische Umfelder, in denen Ideen wachsen, Strukturen entstehen und Vertrauen aufgebaut wird, seien seit jeher ihr Terrain. Die Zukunft, an der sie mitbauen will, ist deshalb keine abstrakte Vision, sondern eine sehr konkrete. Ein wachsendes Unternehmen, das Finanzberatung neu denkt: persönlicher, zugänglicher und auf höchstem professionellem Niveau – gerade in einer Welt, die unübersichtlicher geworden ist.
Text: Forbes-Redaktion
Fotos: Mara Truog