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Das Ende der digitalen Naivität: Wenn persönliche Daten zum geopolitischen Risiko werden
Der blinde Fleck der Digitalisierung
Lange Zeit war die Formel einfach: Effizienz um jeden Preis. Dass dabei sensible Unternehmensdaten oft auf Servern ausserhalb der EU landeten, wurde als Kollateralschaden hingenommen. Doch die geopolitische Lage und strengere EU-Richtlinien zwingen zum Umdenken. Wer seine kritischen Workflows – von Verträgen bis zu internen Freigaben – US-Anbietern anvertraut, geht ein Risiko ein, das weit über klassische Compliance-Fragen hinausgeht und gleichzeitig den europäischen Datenschutz unterwandert. Wer seine wichtigsten Dokumente auf US-Servern speichert, gibt faktisch den Zweitschlüssel zu seinem Tresor aus der Hand.
Alternativen „made in Austria” – längst verfügbar
Dabei sind technologische Alternativen längst verfügbar, die den globalen Playern in nichts nachstehen. Ein Vorreiter dieser Bewegung ist das Salzburger Tech-Unternehmen sproof. Positioniert als europäischer „Safe Harbour“ für digitale Signaturen und Identitätsprüfungen, wird die Plattform vollständig in Europa entwickelt und betrieben. Von Beginn an wurde bei sproof bewusst auf Abhängigkeiten von US-Anbietern verzichtet. Datenhaltung, Entwicklung und Betrieb erfolgen ausschliesslich im europäischen Rechtsraum. „Wir sehen uns nicht nur als Software-Anbieter, sondern als Partner für digitale Souveränität in Europa“, erklärt Dr. Fabian Knirsch, CEO & Co-Founder von sproof.
Case Study: Salzburg AG
Wie sich dieser Ansatz in der Praxis bewährt, zeigt das Beispiel der Salzburg AG. Der bewusste Wechsel von einem US-Anbieter zu einer europäischen Lösung markierte für den Energie- und Infrastrukturdienstleister einen Wendepunkt. Digitale Souveränität wurde hier zur operativen Realität – mit einem beeindruckenden Effekt: Jährlich werden über 250.000 Seiten Papier eingespart. Durch die vollständige Digitalisierung interner Unterschriften- und Freigabeprozesse wurden Medienbrüche und lange Durchlaufzeiten konsequent eliminiert.
Revolution durch die „sproof Fastlane”
Auf Basis dieser Erfolge wurde die Technologie konsequent direkt an die Kundenschnittstelle ausgerollt. Mit der „sproof Fastlane“ wurden die SEPA-Lastschriftmandate vollständig digitalisiert. Ein Meilenstein, der einen der bisher bürokratischsten Prozesse im Kundenkontakt revolutioniert hat. Kund:innen gelangen nun per QR-Code oder Link direkt zum Dokument und können ohne Registrierung rechtssicher unterzeichnen. „Die beeindruckenden Rücklaufquoten bei den digitalen SEPA-Mandaten belegen eines ganz deutlich: Digitale Prozesse sind heute kein ‚Nice-to-have‘ mehr, sondern werden von Kund:innen aktiv vorausgesetzt“, so Dr. Clemens Brunner, CEO & Co-Founder von sproof. Digitale Souveränität erweist sich somit als wirtschaftlicher Hebel für Kostenstruktur, Prozessqualität und Kundenzufriedenheit.