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Von 24. bis 26. Juli 2026 wird das Saanenland zum Epizentrum strategischer Zukunftsfragen des internationalen Kulturbetriebs.
Unterstützung von Pro Scientia et Arte erstmals ein neues diskursives Format: «The Summit». Dieser hochkarätig besetzte Thinktank bringt im besonderen Ambiente des Grand Chalet Balthus in Rossinière führende Köpfe aus Musik, Kulturmanagement, Wirtschaft, Technologie und Medien zusammen, um die Weichen für die Kultur von morgen zu stellen. Als Moderatoren führen Daniel Hope, Intendant des Menuhin Festival Gstaad, Jessica Lustig, Gründerin von 21C Media und Klaus Fiala, Chefredaktor von Forbes Swiss, durch das Programm. Für Hope schliesst sich damit ein Kreis zum Festivalgründer: «Die Idee zu The Summit ist für mich eng mit Yehudi Menuhin verbunden. In vielen Gesprächen hat er mich ermutigt, Musik nicht nur als Kunstform zu verstehen, sondern auch als Verantwortung.»
Die Herausforderungen sind offensichtlich: Künstliche Intelligenz verändert, wie Inhalte gestaltet, verstanden und verteilt werden; geopolitische Spannungen machen Kulturaufführungen zu einem Politikum; und die Frage, wie Kunst und Kultur für eine junge Generation attraktiv sein können, beschäftigt Intendanten, Dirigenten und Künstler gleichermassen.
Dass Konzerte und Musikfestivals völlig verschwinden, halten die wenigsten für wahrscheinlich. Auch Hope sagt im Interview mit Forbes Swiss, dass das physische Erlebnis vor Ort viel Wert hat. Doch auch Streaming, Social Media und künstliche Intelligenz seien Realität. «Das sind Themen, mit denen wir uns beschäftigen müssen», sagt er.
Technik könne Prozesse beschleunigen, Reichweiten vergrössern, aber sie ersetze nicht das, was im Konzert entstehe. «Dieses unmittelbare Erlebnis», sagt Hope, «das passiert nur da, im Raum, im Moment.» Auch das liebe Geld sei ein Thema: Die Finanzierung von Hochkultur sei «sicher nicht einfacher geworden». Festivals müssten mehr erklären, mehr vermitteln, mehr begründen.
Genau deshalb widmet sich The Summit diesen zentralen Spannungsfeldern des 21. Jahrhunderts. Auf dem Podium und in Keynotes reflektieren internationale Vordenkerinnen und Vordenker über neue Allianzen und visionäre Führung – darunter die Malerin Setsuko Klossowska de Rola, Philharmonie-Essen-Intendantin Marie Babette Nierenz oder der Deutsche-Grammophon-Präsident Clemens Trautmann.
Drei der Protagonisten stellen wir im Zuge des Vorberichts genauer vor: Matthias Schulz, Intendant des Opernhauses Zürich; Ilona Schmiel, die die Tonhalle Zürich als Intendantin leitet; sowie Jakub Fiebig, einen Start-up-Gründer, der mit OnstageAI helfen will, die Kulturerfahrung zu digitalisieren und zu unterstützen. •
Foto: Wikimedia Commons