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Forbes-„30 Under 30“-Listmaker Julian Liniger baut sein Bitcoin-Unternehmen Relai weiter aus. Nach seinen Angaben hat das Schweizer Unternehmen eine Series-A-Finanzierungsrunde über umgerechnet rund 9,7 Mio. CHF abgeschlossen, eine MiCA-Lizenz für regulierte Kryptodienstleistungen in der EU erhalten und einen Jahresumsatz von umgerechnet rund 8,1 Mio. CHF erreicht. Das Kapital soll vor allem in die Expansion, das Team und neue Produkte fliessen.
Als Julian Liniger 2022 in die Forbes 30 Under 30-Liste aufgenommen wurde, war Relai seit rund zwei Jahren am Markt. Das Schweizer Unternehmen bezeichnete sich damals als Europas einfachste Bitcoin-App. Zu diesem Zeitpunkt hatte Relai fünf Mio. € – nach heutigem Wechselkurs rund 4,7 Mio. CHF – an Venture Capital eingesammelt, beschäftigte 20 Vollzeitmitarbeiter und zählte europaweit mehr als 30.000 aktive Kunden.
Seitdem hat Relai den nächsten Wachstumsschritt gemacht. Ende 2024 schloss das Unternehmen eine Series-A-Finanzierungsrunde über umgerechnet rund 9,7 Mio. CHF ab. Nach Angaben von Liniger fliesst das Kapital in drei Bereiche: die Expansion in der EU auf Basis der MiCA-Lizenz, den Ausbau des Teams und die Weiterentwicklung des Produkts.
Die MiCA-Lizenz basiert auf der EU-Verordnung „Markets in Crypto-Assets“, die einen einheitlichen regulatorischen Rahmen für Anbieter von Kryptodienstleistungen in der Europäischen Union schafft. Für Relai bedeutet die Zulassung, dass das Unternehmen seine Dienste unter diesen gemeinsamen Regeln in EU-Märkten anbieten kann. Liniger will damit das Geschäft von der Schweiz aus auf einen Markt mit rund 400 Mio. Menschen ausweiten. Auch das Produktangebot soll ausgebaut werden. Geplant sind unter anderem die Integration von Hardware-Wallets, sogenannte Savings Baskets sowie KI-gestützte Funktionen. Weitere Produktentwicklungen sollen folgen.
Beim Wachstum setzt Relai weiterhin auf die DACH-Region als Kernmarkt. Gleichzeitig will das Unternehmen seine Position im restlichen EU-Markt ausbauen. Als Ziel nennt Liniger die Marktführerschaft im Bereich des selbstverwahrten Bitcoin-Sparens. Bei der sogenannten Self-Custody behalten Nutzer die Kontrolle über ihre Bitcoin selbst, anstatt sie bei einem zentralen Anbieter zu verwahren.
Zu den nächsten Schritten gehört laut Liniger ausserdem die Einführung eines neuen Abo-Modells. Darüber hinaus plant Relai den Markteintritt in Grossbritannien und will die angekündigte Produkt-Roadmap weiter umsetzen. Nach Angaben von Liniger erreicht Relai mittlerweile einen Jahresumsatz von umgerechnet rund 8,1 Mio. CHF. Damit hat sich der Schwerpunkt seit seiner Aufnahme in die Forbes-„30 Under 30“-Liste deutlich verschoben: vom Aufbau der Bitcoin-App hin zur Expansion in Europa, dem Ausbau des Managementteams und der Erweiterung des Geschäftsmodells.
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